Eine Woche auf Kreta (07.-15.04.02)

Paleochora

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Wieder mit dem öffentlichen Bus ging es nach drei Tagen Rethimno weiter nach Paleochora. Diesesmal mussten wir in Chania umsteigen. Dorthin braucht man ca. eine und von Chania nach Paleochora weitere zwei Stunden. Die Fahrt kostet etwa 10 EURO. Hier unten im Süden ist die Temperatur nochmals ca. 3° Celsius wärmer, als an der Nordküste. Zudem sind die Preise noch billiger, so dass man für einen Frappe nur 1,50 EURO zahlt, ebenso wie für einen Gyros Pita. Hauptspeisen kosten fast alle weniger als 5 EURO und zu zweit haben wir Abends inklusiv allem nie mehr als 20 EURO bezahlt.

Paleochora liegt im Süd-Westen von Kreta und hat wahrscheinlich nicht ganz 1.000 Einwohner, dafür jedoch etwa 10 Mal soviel Fremdenbetten. Angenehmerweise finden sich hier trotzdem keine Hotelburgen oder Häuser, die höher als 3 Stockwerke sind. Man hat uns gesagt, dass man im Sommer trotz der grossen Anzahl an Betten keine Unterkunft bekommt, wenn man nicht reserviert hat.

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Der kleine Ort liegt weit ab von jeder anderen grösseren Stadt auf einer Landzunge. Auf der Westseite ist ein langer Sandstrand,  auf der Ostseite ein Kiesstrand. Auf der  Hauptstrasse, die von Norden nach Süden verläuft trifft sich abends alles. An ihr finden sich zahlreiche nette kleine  Tavernen und Bars. Ein weiteres Zentrum von Restaurants hat sich an der Ostseite angesiedelt.


Ganz anders bei uns. Wir haben die Angebote der Herren an der Busstation abgelehnt, uns ein Zimmer zu besorgen. Ich wollte ein Zimmer mit Blick aufs Meer, den  Sonnenuntergang und mit Balkon. Wir haben meiner Meinung nach das beste Zimmer dafür gefunden und bekommen und zwar im 'Castello' (Zimmernummer 6 im 2. Stock, DZ 25 EURO) an der Westseite direkt unter den Ruinen des alten Castellos, das am Hügel des Südzipfels der Landzunge steht. Überraschenderweise wurde dort sogar täglich das Bett gemacht, die Klamotten zusammen gelegt und natürlich geputzt. Einzig störend war vielleicht der unangenehme Geruch aus dem Abfluss im Bad.

Aber es gibt auch andere Unterkünfte, die wir empfehlen können:

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Hiken in Paleochora

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In Paleochora waren wir wie auch in Rethimno wieder beim Wandern. Dieses Mal ging es von Paleochora, am Campingplatz (im Sommer scheinbar super Open-Air-Disco direkt am Meer!) und einigen einsamen Häusern mit  Ziegen vorbei auf der Strasse nach Anidri. Anidri war oder ist ein kleiner Ort, in dem scheinbar alle Bewohner von den selben zwei Vorfahren abstammen... Uns ist jedenfalls nichts seltsames aufgefallen, ausser der  super schönen kleinen Taverne (geöffnet 9-19h) mit dem herrlichen grossen Olivenbaum auf der Terasse, von der man einen traumhaften Blick auf die umliegenenden Berge und das Meer hat. Hier haben wir uns noch einmal gestärkt, bevor wir dann direkt von dort hinunter in das Tal als Meer weiter gelaufen sind.

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Der Weg führt ca. 4 km durch ein ausgetrocknetes Bachbett, bis man unten am Strand ankommt. Teilweise sind die Steine im Bachbett recht gross, dass man schon fast etwas klettern muss. Unten angekommen hat man die Wahl zwischen dem Sandstrand etwas im Osten und dem Kiesstrand Richtung Westen bei dem kleinen Kiosk, der in der Hauptsaison so wie es aussah Snacks verkauft und Sonnenliegen vermietet. Bei uns haben an beiden Stränden die meisten FKK gemacht. Man kann zwar mit dem Auto auch über eine recht staubige Strasse am Strand entlang gelangen, doch es war trotzdem kaum etwas los. Tipp: Skinnydipping!

Zurück nach Paleochora sind wir über die beschriebene Strasse am Strand entlang. Insgesamt dauert die Tour reine Laufzeit etwa 3,5-4 Stunden, eignet sich aber ideal zu den beschriebenen Stopps.

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Biken in Paleochora

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Bikes werden in Paleochora sowohl an der Hauptstrasse, als auch von der Happy Surf-Station vermietet. Nach unseren schlechten Erfahrungen von Rethimno mit Noname Bikes, haben wir uns dieses Mal auf die Scott-Räder der Surfstation entschieden, auch wenn diese mit 20 EURO pro Tag nicht gerade ein Schnäppchen waren. Dafür wurden wir fachmännisch von Ralf, dem Leiter der Surfstation, bezüglich der benötigten Rahmengrössen beraten. Für die Tour wurde sogar ein Helm, Schloss, sowie Flickzeug, Ersatzschlauch und Pumpe gestellt. Wenn man einen richtige Biketour machen möchte mit gepflegten und guten Bikes, ist das Geld dafür gut investiert.

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Susanne, ebenfalls von der Surfstation, macht zudem wenn gewünscht geführte Biketouren. Wir haben uns jedoch auf unsere eigene Erfahrung und Kartenleskenntnisse verlassen und sind alleine los. Biken in Kreta kann schnell zur Tortur werden, man zur falschen Jahreszeit dort hin fährt, da dann die extreme Hitze dazu kommt. Wir hatten Glück und es war sogar bewölkt, als wir nach Voutras aufbrachen. Der Weg dorthin ist geteert und meist ohne Schatten. In Voutras geht es dann links hinunter, über den Fluss und danach wieder links hinauf Richtung Agia Theodori. Die Beschilderung ist meist nicht vorhanden, aber wenn man auf dem Hauptweg bleibt, kann man eigentlich nicht falsch fahren.

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Kurz nach Vourtas geht die Strasse bis zum höchsten Punkt der Tour (ca. 600 Meter über dem Meer) in einen Feldweg über. Man fährt weiter hinter ins Tal an einigen Olivenhaine vorbei. Es zieht sich etwas, bis man die asphaltierte Strasse erreicht. Jetzt geht es 8 km Downhill auf einer Strasse die gebaut ist, als ob hier täglich tausende Autos und LKWs fahren. Tatsächlich ist hier eigentlich kaum einer unterwegs. Gefährlich können höchstens die Hunde werden, die hie und da in Tonnen am Strassenrand schlummern und auf vorbeifahrende Radlfahrer zu warten scheinen, um sie zu erschrecken. Glücklicherweise waren bei uns alle angeleint. An einer Stelle muss man aufpassen, da dort an beiden Strassenseiten die Hunde auf einen lauern. Wenn man hier nicht in der Mitte der Strasse fährt, kann es knapp werden. Nicht zu verachten sind auch die Schafe und Ziegen, die plötzlich auf die Strasse laufen...

Unten am Meer und den Gewächshäusern angelangt, geht es wieder zurück nach Paleochora. Die Gesamtfahrzeit ist ungefähr 3 Stunden für ca. 33 km und insgesamt ca. 700 Höhenmetern.

Tipp: Wenn man Lust hat, kann man auch in der einer Bucht gleich nach dem Downhill wunderschön baden gehen.

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Windsurfen in Paleochora

Kenner wissen, dass Paleochora der Windsurfspot auf Kreta ist. Seit drei Jahren gibt es auch einen  Happy-Surfstation mit  F2-und  North-Material. Die Station befindet sich am nördlichen Ende des Weststrands (Sand!). Im Wasser gibt es ein paar Felsplatten, über die man aber auch ohne Schuhe kommt.

Die Hauptwindrichtungen sind entweder der starke Nordwind (Flachwasser, schräg ablandig) mit über 6 Bft. oder der Westwind (Welle, schräg auflandig) meist 4-6 Bft. Zur Sicherheit für alle Boardbrüchigen gibt es auch ein Rettungsboot.

Susanne und Ralf leiten die Station und sorgen sich auch über den Sport hinaus um ihre Gäste. Nochmals vielen Dank für den netten Abend!

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Weitere Infos zu Paleochora findet ihr auch hier:

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