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Die Stadt hat ca. 8.000 Einwohner, wovon
ca. 3.000 Studenten sind. Daher ist selbst in der Nebensaison das
Publikum angenehm jung und es gibt viele Café's und Restaurants.
Dass Rethimno in der Saison stark von Touristen frequentiert sein
muss, merkten wir spätestens, als wir am
schönen venezianischen Hafen an den unzähligen Restaurants vorbei kamen. Dort
lauerten schon die 'Schlepper', die mit allen Tricks versuchten
einen in ihr Restaurant zu bringen. Laut unseres Reiseführers
ist dort aber leider meist nur die wunderschöne Lage richtig
gut. Ansonsten sind die Portionen eher klein und dafür wird die
Aussicht mit auf den Preis geschlagen. Einzig akzeptabel ist
scheinbar die Taverne 'Seven Brothers'. Uns viel diese jedoch
durch einen ganz besonders penetranten 'Schlepper' auf. Und so verzichteten wir dort lieber auf einen Besuch.
Die meisten Unterkünfte in Rethimno gibt
es in der Altstadt sowie am Meer. Wir haben uns für die Persion
''Seeblick'' entschieden, die von der netten und redseeligen
Ex-Berlinerin Rosi und ihrem Mann geführt wird. Das Zimmer (35
EURO p.N.) hatte einen
Balkon zur Uferstrasse und dem Meer hin und war mit Klimaanlage und kleiner Küchenzeile ausgestattet. Insgesamt können wir diese Unterkunft
nur weiterempfehlen.
Eingige sehr nette Restaurants befinden
sich in den engen Gassen der Altstadt. Wir waren sehr gerne in
der Nähe des venezianischen Brunnens. Gewöhnungsbedürftig sind
die 'leckeren' Fotos der Speisen, die fast überall vor jedem
Restaurant stehen. Zum Glück schmecken die Speisen besser, als
sie auf den verblassten Fotos aussehen. Zum Teil sind auch die
Essen selber ausgestellt, d.h. der Fisch oder das rohe Fleisch...
Geht man
am Wasser entlang Richtung Osten,
kommt man zu weiteren Restaurants 'à la Rimini', meist mit
'Room`s for Rent' und noch weiter im Osten zu den
Autovermietungen und hässlichen Hotel- und Appartmentburgen.
Die Altstadt windet sich in
vielen engen
schönen Gässchen, bei denen man sich oft fragt, wie dort die
vielen Autos durch passen. Auch zum Shoppen ist Rethimno gut
geeignet. Es gibt von Lederwaren, über Designer-Replikas bis zu
Markenboutiquen eigentlich alles.
Kreta ist ideal zum Wandern und Mountainbiken - vorausgesetzt man ist dort nicht im extrem heissen Sommer und man bringt etwas Kondition und die entsprechende Ausrüstung mit.
Ca. 1,5 km von Hafen entfernt befindet sich
der Bike-Veranstalter '
Hellas-Bikes'. Leider
sind die Räder mit 17-25 EURO pro Tag relativ teuer. Dafür
bekommt man jedoch auch Markenräder von Scott. Darüber hinaus
organisieren die deutschen Inhaber auch verschiedenste Touren.
Diese eigenen sich aber v.a. für ungeübte 'No-Goes', da bei
einigen Touren die Berge mit dem Auto erklommen werden und es
geht dann nur mit dem Rad hinunter - wer's mag...
Es gibt auch einen Bike-Verleih Downtown an der Strasse Arambatzoglou. Diesen haben wir getestet, da die Räder dort nur 5,5 EURO pro Tag kosten. Wie sich herausgestellt hat, waren sie aber auch keinen Cent mehr wert. Ich habe das erste Bike nach 200m Probefahrt gleich wieder zurück gegeben, da die Bremse nicht richtig funktionierte. Für eine Fahrt am Strand sind die Bikes vielleicht ok, aber für richtige MTB-Touren auf nicht asphaltierten Wegen würde ich sie auf keinen Fall benutzen. Das zweite Bike hatte dann zwar funktionierende Bremsen, dafür jedoch ein Pedal, das unrund lief und eine Schaltung, die nicht richtig eingestellt war. Aber es gab leider kein besseres. Anyway, wir sind wieder heil zurück gekommen, aber nochmal würde ich dort nicht leihen.
Unsere Radl-Tour führte uns ein kurzes Stück am Strand entlang Richtung Osten. Dann ging es weiter auf
der alten Hauptstrasse bis es rechts ab hinauf geht der Beschilderung nach Richtung Kloster Arkadi folgend. Vorbei an Weinreben und
ursprünglichen Transportmitteln, die hier wie eh und je eingesetzt werden ging es hinauf zum Kloster.
Insgesamt dauerte die Tour ca. 5 Stunden für 45 km und ~800 Höhenmeter. Leider war alles Teerstrecke, aber vielleicht auch besser bei den Rädern.
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Siehe auch den Bikebericht von Paleochora
Zum Wandern sind wir gleich, wie beim Mountainbiken wieder dem Strand entlang nach Osten folgend. Die Beschilderung nach Agia Irini gibt den Startschuss für den Bergaufmarsch. Der Weg führt auf der Strasse über Roussospiti bis kurz vor Mili. Dort gibt es die Möglichkeit in die Schlucht
hinunter zu steigen und dieser Richtung Meer zu flogen. Für uns war dies ein wunderschönes Erlebnis, dass man sich nicht entgehen lassen sollte.
Der Einstieg in die Schlucht ist recht einfach zu finden, wenn man dem Schild Bar/Bistro und Wassermühlen folgt. Das Bistro dort unten liegt wunderschön und bietet die letzte Möglichkeit einer kleinen Strärkung. Danach geht es weiter das Tal hinunter immer den roten Punkten auf dem
schmalen Pfad folgend.
Der Trampelpfad windet sich vorbei an Orangebäumen, Olivenhainen
mal auf der einen,
mal auf der anderen Seite des kleinen Baches. Fast am Ende gelangt man an ein Drahtgitter, das einem den Weg versperrt. Es lässt sich doch zum Glück links an der Seite aushängen und aufbiegen. Wieder auf der Teerstrasse folgt man dieser bergab bis zu dem bizarren Haus in den Höhlen.
Der Besitzer hat hier eine Mischung aus Müll, Kitsch und Kunst geschaffen. Erwähnt seien diverse Ziegenschädel mit Schrotpatronenhülsen in den Augenhölen und
der Teil einer Schaufensterpuppe mit Angel hoch am Fels. Schaut es euch an und macht euch euer eigenes Bild. An dieser Stelle muss man dann wieder den Bach überqueren und man gelangt langsam wieder in die 'Zivilisation'.
Die Wanderung war nicht ganz ohne, da wir immerhin ca. 23 km unterwegs waren, für die wir etwa 5 Stunden (inkl. 1/2 Stunde Pause) benötigt haben. Nichtsdestotrotz war es eine super Tour.
Siehe auch den Hikebericht von Paleochora
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