Es war kalt draußen und der Wind pfiff am Fenster, doch es hatte keinen Zweck - sie mussten da raus. Schließlich war heute der 31.12.2002 und damit der letzte Tag, an dem man noch kein Dosenpfand zahlen musste. Also auf zum Plus und für den Urlaub soviel Dosenbier der Marke "Schloss" einkaufen wie möglich.
Schließlich will so ein Urlaub ja langfristig geplant sein und dazu erfordert es eben vollsten Einsatz ;-)
Nachdem wir die zwei Jahre zuvor Pfingsten immer an der Cote d'Azur verbracht hatten, sind wir dieses Jahr für zwei Wochen von Christi Himmelfahrt bis Mitte Juni mit Natalie, Mansch und Christian nach
Sardinien gefahren. Die Planungen dazu haben schon früher begonnen, da die Insel meist recht schnell ausgebucht ist und einige von uns den Jahresurlaub schon sehr früh festlegen müssen.
Die Anfahrt von München haben wir zum Glück etwas großzügiger geplant, denn in Barberino di Mugello (kurz vor Florenz) mussten wir aufgrund eines Kupplungsschadens eine Werkstatt aufsuchen. Die Italiener waren sehr hilfbereit und legten alles daran, um uns den Urlaub doch noch zu ermöglichen. Und da wir Ihnen sicherheitshalber einen früheren Abfahrtstermin der Fähre genannt hatten, konnten wir doch nach ca. 24 Stunden von dem sehr schönen See Invaso di Bilancino weiter fahren.
Das 'wundervolle' Piombino begrüßte uns mit seinen rauchenden Kaminen und selbst nachts anhaltenden Lärmkulisse der Raffinerien am Hafen. Als wir ankamen standen bereits einige Wohnmobile in Startposition in einer Reihe und waren bereit nach einer kurzen Nacht an Bord zu gehen. Doch - wie auch immer - standen wir auf ein Mal ganz vorne in der Reihe und nach einem Wheely von Mansch für das ärgerlich dreinschauende Publikum und ein paar Siegerbieren ging's dann ins Bett.
Unser Appartement haben wir über Interchalet gebucht, mit denen wir bereits früher gute Erfahrungen gemacht haben. Da wir mit
2 VW-Bussen,
2 Enduros,
5 Mountainbikes,
einer Vespa und
3 Surfbrettern unterwegs waren, haben wir uns für
Linea Dei Golfi entschieden (in Deutschland nur über Turisarda zu buchen), da dies die einzige Fährgesellschaft ist, die eine Überfahrt auf dem Campingdeck ermöglicht und zudem für Camper sehr günstig ist. Leider sind die Fähren auch entsprechend alt und fertig und besitzten keine Stabilisatioren (die wir zum Glück auch nicht benötigten), so dass wir froh waren, wieder von Bord zu kommen.
Wir haben am Rand von Baia Sardinia gewohnt, einem kleinen Ferienort (nach meinen Kenntnissen auch ohne ursprüngliche Wurzeln) im Nordosten von Sardinien am nördlichen Ende der Costa Smeralda und am Rande des Golfo di Arzachena.
Die Ferienanlage liegt wunderschön neben
3 mächtigen Felsbrocken.
Fast alle Häuser haben Meerblick,
zum Stand, der für jederman zugänglich ist, sind es rund 500m und in den Ort ca. 800m. Die Anlage ist
liebevoll gestaltet und täglich sorgen sich mehrere Gärtner darum, dass das auch so bleibt.
Ausser
Strandleben und ein
paar Cafes und Restaurants bietet Baia Sardinia selbst recht wenig. Die Fussgängerzone ist in 10 Minuten
ausgekundschaftet. Aber die Lage ist trotzdem für Ausflüge ideal. Porto Cervo liegt nur ca. 5 km entfernt. Dazwischen gibt es noch den schönen und noch elitäreren Jachthafen Poltu Quatu. Und ca. 25 km entfernt ist Porto Rontondo am südlichen Ende der Costa Smeralda. An der ganzen Strecke dort hin finden sich immer wieder traumhafte
Strände zum Baden, Schnorcheln und Relaxen.
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